NACHT IN DER
STADT
Es wird Abend, und die Stadt geht wieder schlafen
doch wir zwei sind noch immer unterwegs
ein paar Fußballfans kommen grad vom Stadion
grölen lauter Hassparolen unentwegt
Aus den Kneipen dringt Musik an unsere Ohren
mischt sich mit dem Lärm der Straßenbahn
wir laufen durch die Zeit, sind ganz verloren
wohl wissend was noch kommen kann
Und am Weg zum Fluß wo wir uns damals trafen
steht ein Klotz von einem neuen Supermarkt
mit seinem Anblick will er uns ganz sicher strafen
die Sicht zum Ufer ist von Autos zugeparkt
Und die rohe Kraft in tiefen dunklen Schatten
wo man kaum noch etwas sehen kann
nur die kalten Augen von den fetten Ratten
starren einen von allen Seiten an
Und am Brunnen hocken schmutzig graue Penner
die keiner jemals lächeln sieht
nur beim Alkohol da sind sie wahre Kenner
sodass ein Glänzen über ihre Augen zieht
Und die Mädels mit den Glitzerkörpern
die für ein paar Euro dir ewige Treue schwören
die dich locken mit den roten Wörtern
und dich mit in ihre Welt entführen
Lichterketten, grelle Leuchtreklamen
spiegeln sich im Spannbeton
darunter Fixer die den Stoff bekamen
und uns mit ihren goldenen Nadeln drohen
Wir kehren jetzt um, sind fast am ersticken
unsere Füße wollen nicht mehr weiter gehen
begleitet von den stummen Blicken,
der Spanner, die hinter Büschen stehen
Es ist Nacht in der Stadt... ja, Nacht in der Stadt
Die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat
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